Ausgleichsventile werden verwendet, um zu verhindern, dass Öl aus einem Zylinder austritt, der eine Last hält. Ohne das Ausgleichsventil würde sich die Last unkontrolliert bewegen, wenn der Öldruck aus irgendeinem Grund ausfällt. In gewisser Weise fungieren sie als einstellbare Druckbegrenzungsventile und werden häufig dort eingesetzt, wo der Leitungsdruck stark ansteigen kann. Im Wesentlichen baut ein Überdruckventil im Gegengewichtsventil einen Gegendruck im Hydraulikkreislauf auf.
Ausgleichsventile haben einstellbare Federn und sollten mindestens 30% über dem maximalen induzierten Lastdruck eingestellt werden, damit das Ventil richtig zurückfedern kann, d.h. das 1,3-fache des lastinduzierten Drucks. Die Einstellung eines Gegengewichtsventils sollte von geschultem Hydraulikpersonal vorgenommen werden.
Ein Ausgleichsventil funktioniert in drei verschiedenen Betriebsstufen, wie unten dargestellt.

Stufe 1 - Das Wegeventil ist zentriertDie Anschlüsse 2 und 3 sind zum Tank gerichtet. Der Schieber des Ausgleichsventils und das Rückschlagventil sind geschlossen, so dass kein Öl aus der Zylinderstange fließt und die Last sich nicht absenken kann. Aus diesem Grund werden Ausgleichsventile verwendet - um zu verhindern, dass sich die Last bewegt, wenn kein Druck in den Versorgungsleitungen vorhanden ist, z. B. wenn das Magnetventil zentriert ist oder ein Schlauch defekt ist. Dies ist auch der Grund, warum Ausgleichsventile normalerweise direkt am Hydraulikzylinder auf einem kleinen Ventilblock montiert werden.
Stufe 2 - Hebende LastAnschluss 2 wird mit Druck beaufschlagt und Anschluss 3 wird drucklos gemacht. Das Rückschlagventil 1 öffnet sich und lässt Öl in den Stangenkopf des Zylinders einströmen, wodurch die Last angehoben wird. Wenn die Last ganz angehoben ist, schließt sich das Rückschlagventil aufgrund seiner leichten Federrückstellung.

Stufe 3 - Absenken der LastAnschluss 3 wird mit Druck beaufschlagt. Dadurch wird der Hauptkolben angehoben und der Ölfluss vom Zylinderstangenende durch das Ausgleichsventil zum Tankanschluss 2 ermöglicht. Wenn sich die Last zu schnell nach unten bewegt, sinkt der Öldruck in Leitung 3, wodurch der Hauptventilkolben geschlossen wird und die Lastbewegung verlangsamt oder gestoppt wird. Dies ist ein weiterer Zweck eines Ausgleichsventils - überhängende Lasten gleichmäßig über den Hub des Zylinders zu bewegen (keine durchdrehenden Lasten).
Für weitere Informationen zur Wartung Ihres Hydrauliksystems wenden Sie sich bitte an Ihren Aisoar-Vertreter.
